Marianna Kenyeres Zur Person: geb. 1974 in Miskolc, Ungarn, 1998 nach Deutschland immigriert. Bereiche des Bürgerschaftlichen Engagements: Gründung einer Säuglings- und später einer Kindergruppe Mitglied im Migrationsrat Organisation einer Schulgruppe und einer ungarischen Tanzgruppe Sprecherin des Migrationsforums Mitarbeit einer Familien – AG und der AG Migration und Bildung AG „Umstrukturierung der sprachlichen Erziehung“ Organisation von kulturellen Veranstaltungen Mitglied im ungarischen Verein „Petöfi Kör e.V.“ Mitarbeit bei dem Projekt „MiMi“ Nach ihrer Ankunft in Deutschland fühlte sich Frau Marianna Kenyeres zunächst sehr isoliert. Mit ersten Kontakten zu ebenfalls in Deutschland lebenden Ungarn entspann sich über die Entstehung verschiedener Säuglings-, Kindergarten- und Schulgruppen, einer Tanzgruppe sowie dem Austausch mit anderen Initiativen ein Geflecht an Verbindungen zu Menschen verschiedener Volksgruppen. Neue Ideen und Konzepte wurden „geboren“, immer in der Auseinandersetzung mit der eigenen Kultur. Marianna Kenyeres: „Heute möchte ich jedem raten, der nach Deutschland immigriert, sich zunächst in der eigenen Kultur zu verwurzeln und damit die Basis zu schaffen, sich der neuen Kultur zu öffnen.“ Im Verlauf ihres Lebens in Deutschland, hat Marianna Kenyeres viele Aufgaben übernommen und auch wieder in andere Hände abgegeben um sich neuen Themen zu widmen. Weitere Beispiele ihrer vielseitigen Tätigkeiten sind: - Das Zusammenstellen und lesen der Nachrichten in Ungarisch im Rahmen der Sendung „Radio Europa“ bei Radio IN. - Die Organisation des Konzerts „Musik aus aller Welt“ mit namhaften lokalen international besetzten Bands im Rahmen der von der Stadt Ingolstadt geförderten Reihe „Die Welt ist bunt“. - Die Organisation des hoch frequentierten alljährlichen „ungarischen Balls“ mit vielen Gästen verschiedener Nationen als Highlight jeden Jahres. - Die Organisation verschiedener kultureller Veranstaltungen wie Kabarett, Lesungen (z.B. mit Imre Török), Theatergruppen und Musik. Damit hat sie ein Netzwerk an Kontakten geschaffen, welches ihr heute ermöglicht, in vielen Bereichen nutzbringend aktiv zu werden. Zurzeit beschäftigt sie sich eingehend mit dem Thema „Die Rolle der zweisprachigen Erziehung“. Beginnend mit einem Vortrag zu diesem Thema entstand in Zusammenarbeit mit dem Migrationsrats, des Kulturamtes und der Familienbeauftragten eine Arbeitsgruppe die sich mit den Möglichkeiten der Umstrukturierung der sprachlichen Erziehung in der Schule und in der Ausbildung der Lehrer befasst. Gleichzeitig ist sie in zwei weiteren Arbeitsgruppen aktiv tätig. Diese entstanden in der Zusammenarbeit mit dem Migrationsrat und dem Bündnis für Familie und beschäftigen sich zum einen mit der Familie als Institution als auch mit Migration und Bildung. Ihr Ziel ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure aus Wirtschaft, Politik, Vereinen und Ämtern. Für sie herausragend ist die Vernetzungsarbeit auf allen Gebieten. Wichtigstes Kriterium dabei ist für sie „die Werte des Andersseins zu schätzen“. Über das gegenseitige Kennen lernen einander schätzen und respektieren lernen ist die Basis eines friedlichen und konstruktiven Zusammenlebens. Hilfreiche Medien hierzu sind der Sport und die Kultur. Frau Kenyeres fühlt sich ausreichend von der Stadt wahrgenommen, jedoch nicht von der breiten Öffentlichkeit. Sie wünscht sich, dass das Bürgerschaftliche Engagement der Menschen und das Zusammenleben verschiedener Nationen in Deutschland über die öffentlichen Medien regelmäßig und wohlwollend publiziert werden. Ein weiterer hilfreicher Schritt zur größeren Akzeptanz wäre die Vermittlung von Kenntnissen über die größten Migranten-Gruppen in der Region durch Kindergärten und Schulen. zurück zur Personenübersicht Ingolstädter Brückenbauer  -  Projekt der Freiwilligen Agentur Ingolstadt e.V. Impressum