Jugendliche Deutsche aus Russland e.V.
Vorsitzender:
Robert Rudi
Mitglieder:
ca. 200 Personen verschiedener Nationalitäten,
davon ca. 15 -20 Personen regelmäßig aktiv tätig im
Verein
Gründung:
2004 als eingetragener Verein
Ziele des Vereins:
Integration von russischen Jugendlichen, Förderung von Kindern mit Lern- und
Verhaltensauffälligkeiten und Unterstützung der Eltern.
Zielgruppe:
Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Nationalitäten, speziell
Suchtgefährdete und –kranke.
Projekte und Aktivitäten:
Breakdance, Rap, Bauchtanz, HipHop, Selbstverteidigung, Schach, Fußball,
Suchtprävention, Selbsthilfe für Drogenabhängige, Mädchengruppen,
Rhythmikgruppe, Jugendtreff, Fitnesskurse
Wie alles begann
Robert Rudi hat sich schon vorher engagiert, als er die Initiative ergriff um
jugendlichen Russlanddeutschen, in Deutschland noch recht orientierungslos,
beim Finden neuer Lebensinhalte zu helfen. „Viele Jugendliche kommen aus
dörflichen Gegenden, es ist normal für sie, bis Mitternacht draußen zu sein, sich
mit Freunden zu treffen, und es stört auch niemanden. Aber in der Stadt ist das
völlig anders.“
Hauptziele dabei waren zum einen die Jugendlichen von der Straße zu holen,
zum anderen die Suchtprävention und die Arbeit mit Suchterkrankten und
–gefährdeten. Mittlerweile gibt es auch eine Selbsthilfegruppe für Eltern
suchtgefährdeter und/oder suchterkrankter Jugendlicher.
”Es hilft nicht, Verbote zu erteilen und zu bestrafen, wenn das Verbot missachtet
wird, die Jugendlichen brauchen eine Aufgabe.“
Und diese Aufgaben gab er ihnen, z.B. mit dem gemeinsamen Bau eines
Jugendcafés. Das erforderliche Hintergrundwissen für eine solide Projektplanung
und das adäquate pädagogische Vorgehen eignete sich Herr Rudi durch gezielte
Weiterbildung und Qualifizierung an.
Kreativ gestaltet
Heute bietet der Verein eine Vielzahl von Aktivitäten, die das Interesse nicht nur
der Jugendlichen weckt, sondern auch Kinder und Erwachsene anspricht. Neu
angeboten werden Psychomotorik- und Rhythmikgruppen oder
Selbsthilfegruppen für Eltern suchtgefährdeter Jugendlicher.
Viele ehrenamtliche Mitarbeiter helfen nun, das Konzept weiter zu entwickeln
und mit Aktion zu füllen. Regelmäßige Highlights sind Ferienfreizeiten ins
Gebirge, selbstorganisierte Konzerte der Rap-Gruppe und Auftritte der
Breakdancegruppe in vielen Städten, - inzwischen sogar deutschlandweit.
Einige der ersten Jugendlichen, mit denen Herr Rudi gearbeitet hat, sind heute
die Leiter einzelner Gruppen. Sie versuchen den Jüngeren das zu ermöglichen,
was ihnen selbst auf dem Weg der Neuorientierung geholfen hat. Die nötige
Qualifizierung haben sie durch vom Verein organisierte Fortbildungen erworben,
ein vorbildliches Beispiel für Nachhaltigkeit.
Zusammenarbeit
Diverse Gruppen werden heute auch von Honorarkräften geleitet, da die
Kapazitäten ehrenamtlicher Tätigkeiten durch das vielfältige Angebot erschöpft
sind. Um dieses auch langfristig gewährleisten zu können, arbeitet der Verein mit
vielen verschiedenen Organisationen und öffentlichen Stellen zusammen, wie
dem TV 1861, der Caritas, dem Kreis-Jugend-Ring, der Robert-Bosch-Stiftung
und dem Gesundheitsamt, dem Stadtteilbüro Piusviertel, dem Sportamt, und der
Kirche, um nur einige der vielen Kooperationspartner zu nennen.
Kontakte bestehen auch zu einem türkischen Verein und dem Boxseminar in
Eichstätt.
Im Vordergrund steht immer noch die Suchtprävention, hinzu kommt nun auch
die Unterstützung und Beratung von Eltern deren Kinder Lern- oder
Verhaltensprobleme zeigen. Die Kinder werden bereits im Rahmen einer
Psychomotorik- Rhythmik- und Akrobatikgruppe betreut.
Auch in naher Zukunft sind bereits neue Projekte geplant. Die Mädchengruppe
nimmt an einer Ausstellung teil, in der Hoffnung, das ihr Plakat „Integration
gemeinsam schaffen“ zur „Christlich - Muslimischen Friedensinitiative“ prämiert
wird.
2010 ist ein Jugendaustausch mit Jugendlichen aus St. Petersburg geplant.
Kontakt:
Robert Rudi, Mitarbeiter zur Suchtprävention und Vereinsgründer
Pater-Moser-Str. 19
85072 Eichstätt
Tel. 08421 902166, Mobil: 0175 4619596
Email: robert@ria-telecom.de
Website: http://www.jugendarbeit-ei.de/pages/jdr/
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